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Die Allgegenwart des Steins der Weisen

 
Im Rahmen einer Kunstaktion sollten im Altstadtbereich Nürnbergs goldene Quader installiert werden. Dies wäre in Anlehnung an Michael Maiers Atalanta Fugiens aus dem Jahre 1617 geschehen, die den Stein der Weisen als allgegenwärtig doch unbemerkt und unbeachtet darstellt. Die goldenen Objekte sind als Loch in der Welt, als Orte ohne Eigenschaften gedacht. Die Aktion war für die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag 2010, wenn die Welt noch schwarz-weiß ist, vorgesehen.  Leider wurde die Aktion, obwohl vom Kulturreferat der Stadt Nürnberg gefördert, vom Service öffentlicher Raum aus Sicherheitsbedenken gestoppt.

 (Video)

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 Nürnberg, im Februar 2010 

Vom Kulturreferat der Stadt Nürnberg gefördert, wurde  das auf den folgenden Seiten beschrieben Kunstprojekt aufgrund von Sicherheitsbedenken des Sevices öffentlicher Raum (SÖR) verhindert...

 

 


 

Nürnberg, im Mai 2010

Da nun der öffentliche Raum nicht mehr zur Verfügung steht, werden die Steine jetzt im halböffentlichen und privaten Raum sichtbar. Deshalb:

 

Die Reise geht nach innen.

 


 

Nürnberg, im Dezember 2012

Anmerkung der Redaktion:

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Die im Folgenden beschriebenen Objekte brauchen die Referenz zu Michael Maiers "Atalanta Fugiens" und dem "Stein der Weisen" eigentlich nicht. Sie sind zeitlose, archetypische Formen, die unmittelbar - als Zeichen für das, was C.G. Jung das "Selbst" nennt, verstanden werden. Dennoch behalten wir das Symbol des "Steins der Weisen" bei, da es sich herausgestellt hat, dass die damit verbunden Bilder und Entsprechungen für manche Rezipientenden Zugang erleichtert.

Im Grunde sind die goldenen Steine von ihrer Bedeutung her offen. Es sind vielschichtige, poetische Objekte.

 

Kunstinstallation

Michael Maier, Atalanta Fugiens, Oppenheim, 1617
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Im Rahmen einer Kunstaktion sollten ab Aschermittwoch, dem 17. Februar MMX, als die Welt noch schwarz-weiß war, im öffentlichen Raum des Stadtgebiets Nürnberg goldene Quader aufgestellt werden. Das wäre in Anlehnung an eine Abbildung aus der Atalanta Fugiens von 1617 geschehen, die den Stein der Weisen als allgegenwärtig, aber dennoch unerkannt und unbeachtet darstellt. Die goldenen Objekte sind als „Loch“ in der Welt, als Orte ohne Eigenschaften zu denken. Ihre Begrenzungen zur Wirklichkeit sind die eines Quadrates (Die Zahl Vier symbolisiert die Erde). Sie wä
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Die gesamte Ausgabe der Atalanta Fugiens ist hier dargestellt.

 

Die Objekte

 
 
 
Die Objekte bestehen aus Beton und Gips, sind auf roter Grundierung mit Schlagmetall vergoldet.
Ihre Abmessungen betragen 40cm x 40cm x 5cm, ihre Masse ca. 20 kg. Sie sollten senkrecht an den Häuserwänden aufgestellt werden, sodass keine Behinderung des Fußgängerverkehrs gegeben wäre. An der Unterseite befindet sich ein 7,5mm starker  etwa 20cm langer Rundstahl, der den Stein am Boden befestigt, als Sicherung gegen Umkippen oder leichtes Wegheben.
 
 

Nachdem die Aktion am vorgesehenen Ort und im vorgesehenen Zeitraum verhindert wurde,  
wird "der Stein der Weisen"  jetzt zeitlich ewig und räumlich unbegrenzt.
Er kommt vom öffentlichen in den privaten Raum.
Deshalb: Habet Anteil!

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weitere Erläuterungen

 

 

Beispiel für den goldenen Himmel auf mittelalterlicher Malerei, Lorenzkirche in Nürnberg, Seitenflügel des Wolfgangsaltars, um 1450/60

 

Der Stein der Weisen ist in der abendländischen Kultur das Mittel mit dem unter anderem unedle Metalle, insbesondere das schwere, graue Blei der Melancholie in Gold verwandelt werden können. Diese alchemistischen Transmutationen sind auch als nach außen projizierte innere Prozesse aufzufassen. Der Psychologe Carl-Gustav Jung hat sich in jüngerer Zeit mit diesem Thema befasst.
 
Nach dem Kupferstich aus den Atalanta Fugiens ist dieser Stein überall, auch im Alltäglichen zu finden. Dieses soll mit diesen Installationen dargestellt werden. Die Objekte können also überall stehen. Diese Steine werden von den meisten übersehen, ähnlich wie auf der Abbildung aus dem 17.Jahrhundert. Auch das ist Teil des Konzeptes.
 
Das Gold bedeutet wegen seiner chemischen Stabilität die Ewigkeit und durch seine warme Farbe das Leben. Das Gold der Objekte steht außerdem für das Absolute. Sie haben keine Eigenschaften und sind dadurch ein Fenster hinter die raumzeitliche Welt, ähnlich den byzantinischen Ikonen. Der Goldgrund der mittelalterlichen, westlichen Malerei des Mittelalters hat die gleiche Bedeutung.
Die Form des Quadrats steht für die Erde, für die Welt durch die, die Fenster begrenzt werden. Eigentlich runde Prozesse werden in 4 Teile aufgeteilt um sie besser fassen zu können. Man sieht das zum Beispiel bei den 4 Jahreszeiten, 4 Himmelsrichtungen und 4 Elementen. 
 
Aber auch in vorgeschichtlicher Zeit hatte das Gold diese Bedeutung, wie im Jahr 2003 die Ausstellung „Gold und Kult der Bronzezeit“ im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg belegt hat. Die goldenen Hüte der Priester, beschrieben mit den Zeichen des Himmels, stellen eine Verbindung zum Absoluten, zum Göttlichen her.
 
 
 
Himmel auf Erden  

Himmel: Die Deutung des gemeingerm. Wortes mhd. himel, ahd himil, got. Himins, engl. heaven,aisl. himinn ist umstritten.. Am ehesten handelt es ich um eine Substantivbildung zu der unter Hemddargestellten idg. Wurzel *kem- „bedecken, verhüllen“, wonach der Himmel als „Decke, Hülle“ benannt worden wäre. Andererseits kann die Benennung des Himmels auf die uralte Vorstellung des Himmels als Steingewölbe zurückgehen. Dann bestünde Verwandtschaft mit der WortgruppeHammer (ursprünglich „Stein“) und weithin wohl Zusammenhang mit aind. asan- „Stein; Himmel“griech. akmon „Amboß; Meteorstein, Himmel“ usw.

aus dem Duden - Das Herkunftswörterbuch

 
 
 
 

Alchemie ist machbar, Herr Nachbar! :-D

 

Es ist mir der Vorwurf der Nähe zur Alchemie und den Rosenkreuzern gemacht worden. Ich hatte mich erst dann im Nachhinein mit Michael Maier befasst und festegestellt, dass er tatsächlich Kontakt zu den Rosenkreuzern hatte... Danach informierte ich mich kurz über die Inhalte der Rosenkreuzer, denen ich zum größten Teil auch zustimmen kann....

Den größten Rückhalt finde ich allerdings in den modernen Naturwissenschaften, insbesondere in der Quantenphysik.

Wir befinden uns seit dem 21.XII. 2012 in einer neuen Epoche, die ich Postneuzeit genannt habe, (wegen der phonetischen Nähe zu "Prost Mahlzeit".) Diese Epoche ist unter anderem durch die Überwindung der "objektiven Wirklichkeit" und des Materialismus, der ein Phänomen der Neuzeit war, gekennzeichnet.

Den Materialisten, Menschen die noch immer an die Existenz der "festen" Materie, der Realität glauben, und auch allen anderen, möchte ich im Folgenden zwei Vorträge von Quanten-Physikern vorstellen.

Es sind dies:

Prof  Dr. Hans Peter Dürr 

ein Mitarbeiter von Werner Heisenberg und Träger des alternativen Nobelpreises

 

 

und

Dr. Michael König

 

aber auch der Biologe

Dr. Ulrich Warnke

kann hier angeführt werden.

 

Die Vorträge sind etwas länger. Wer nur kurz einige Statements hören will:

Zum Beispiel auf YouTube sind auch kurze Ausschnitte aus anderen Interviews zu finden.

 

Die Grenze zwischen subjektiver Mystik und objektiver Naturwissenschaft, zwischen Geist und Materie verschwindet in der "neuen Physik" mehr und mehr.

 

 

"Diejenigen, die nicht schockiert sind, wenn sie zum ersten mal mit Quantenmechanik zu tun haben, haben sie nicht verstanden."

(Niels Henrik David Bohr) 

 
 Michael Maier, De circulo physico Quadrato, Oppenheim, 1616
Habet Anteil !

Es kann ein "Stein der Weisen" gegen eine symbolische Gebühr von 75€/Stück erworben, und im eigenen Umfeld platziert werden.

Der "Stein der Weisen" geht vom Öffentlichen ins Private über, vom Objektiven, Konventionellen zum Subjektiven, Individuellen.

 

Das kann als Symbol dafür gesehen werden, dass die Verantwortung in der bevorstehenden neuen Epoche wieder mehr auf die Einzelwesen übergeht, wie es von einigen Zukunftsforschern vermutet wird.

Denn die aktuelle staatliche Politik sucht mit dem Blick nach hinten Lösungen für die Zukunft und ist in einer Welt wirtschaftlicher Verstrickung und Interessen im Grunde nicht mehr handlungsfähig.

Allgemein ist die Vorstellung einer objektiven, vom betrachtenden Bewusstsein unabhängigen Realität eine Sichtweise der jetzt - nach 500 Jahren - endenden "Neuzeit".

Sie fand ihren Ausdruck in den Naturwissenschaften im heutigen Sinn, die zu Beginn der Renaissance ihren Anfang hatten, sowie in der zunehmenden Bedeutung des Geldwesens. (auch ein Mittel den Wert von Dingen und Handlungen zu objektivieren und dadurch vergleichbar zu machen) 
Zinsen - im Mittelalter als unchristlich verboten - wurden erlaubt und die Politik vom Kapital bestimmt. Die Fugger bestimmen mit ihrem Geld, den Ausgang der Wahl des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches.
Außerdem prägten Entdeckungen und Eroberungen die Zeit. 
Die Reise ging nach außen.

 

In der Kunst wird durch Zahlenverhältnisse versucht, in Proportion (goldener Schnitt) und Perspektive ein allgemeingültige, objektives Kriterium für Schönheit zu haben. Außerdem nimmt das Interesse an der äußeren Realität, der Nachahmung des Sinneseindruckes zu. (siehe "Dürer-Hase").
Also i
nsgesamt auch hier eine Außen-Orientierung.

 

In den Naturwissenschaften sind die Vorstellungen des Objektiven bereits vor 100 Jahren durch Quanten- und Relativitäts-Theorie widerlegt. 
In der bildenden Kunst zeitgleich durch Expressionismus, Kubismus und abstrakter Kunst.

 

 

Die Reise geht nach innen.

Habet Anteil!

 

 

 

Dazu erhalten Sie auf Wunsch für 25€ ein Schild mit Informationen zur Idee.
Es besteht aus 3mm starken Kunststoff, hat das Format 20cm x 20cm. Darauf ist ein Digitaldruck aufgezogen.
Der Text entspricht im Wesentlichen den "
weiteren Erläuterungen" (vorangegangenes Register) .